ueberschwemmung durch monsun

Der in Südindien sehnsüchtig für die Bewässerung der Felder erwartete Monsunregen hat im Herbst 2005 nach über 50 Jahren zu einer verheerenden Katastrophe geführt: Nach tagelangem Dauerregen wurden in der Region Cuddalore rund 800 Dörfer mit 500.000 Menschen überflutet und die Reisfelder zerstört – ein besonders harter Schicksalsschlag für die Bevölkerung, die noch dabei ist, nach der Tsunami-Katastrophe ihre Häuser wieder aufzubauen. Jetzt müssen die Bewohner schon wieder kurzfristig evakuiert und in Hilfszentren untergebracht werden.

 

 
   

 

 

Aus dem Notstandsgebiet erreicht

das Indien-Hilfswerk in Heinsberg-Horst ein Hilferuf seines indischen Projektpartners, Blaze Kannan, der von der indischen Regierung gebeten wurde, bei der Evakuierung und Essensverteilung an die vielen Opfer behilflich zu sein. "Nachdem einige Dämme gebrochen sind, sind viele Menschen nur per Boot oder Helikopter zu erreichen", so Blaze Kannan, "in einer angemieteten Halle kochen wir für 5000 Leute drei Mahlzeiten pro Tag, verpacken diese und bringen sie per Boot oder Fahrzeug in die Dörfer.

 

Die 25 -jährige Anke Jansen aus Unterbruch, die nach ihrem Studium zur Zeit für ein halbes Jahr in der Behinderteneinrichtung "Life Help Centre" arbeitet, berichtet aus dem Notstandsgebiet: "Seit Freitag ist die Situation besonders schlimm, auch die angemietete Großküche wurde überschwemmt, und wir mussten einen neuen Ort für die Essenszubereitung ausfindig machen. Die Menschen warten in einer Schlange stehend mit Tellern in der Hand, und in ihrer Not sehe ich die vor Freude strahlenden Augen, wenn wir das Essen verteilen." Gemeinsam mit 20 Arbeitskräften aus dem etwa 50 km entfernten "Life Help Centre", Köchen und Fahrern ist es für sie ganz selbstverständlich, bei dieser Hilfsaktion mit anzupacken.

 

                                            
   

  

Mit Erleichterung erfuhr man in Heinsberg, dass das von hier unterstützte Life Help Centre nicht überschwemmt wurde, das Indien-Hilfswerk sagte aber spontan eine sofortige finanzielle Unterstützung für diese Hilfsaktion zu. Die Versorgung mit 3 Mahlzeiten kostet etwa 50 Cent täglich pro Person – eine Summe, die der Verein für einige Tausend Menschen aufbringen und damit ein Hoffnungszeichen für diese Familien setzen möchte.