indian community welfare organisation

Erfolgreiche Aids-Prävention dank Indian Community Welfare Organisation (ICWO)

 

Im Herbst 1999 lernten zwei Vorstandsmitglieder 
während einer Indien-Reise erstmalig die 
Organisation ICWO kennen. Ziel dieser Organisation 
ist es, Aids durch Aufklärung und Prävention den 
Kampf anzusagen. In kleinen Straßentheatern stellte 
eine Gruppe junger Frauen in eindrucksvoller Weise 
vor, wie die grausame Krankheit AIDS Menschen 
dahinsiechen lässt – ein Theaterstück, das für 
Dutzende von neugierig gewordenen Passanten nicht 
eindringlicher hätte vorgeführt werden können.
   

 

Frauen, die wissen was sie wollen

Dass es sich bei den Darstellerinnen allesamt um Prostituierte handelte, erfuhren die Indien-Reisenden erst 
hinterher. Die Frauen berichteten darüber, wie erniedrigend es sei, als Witwe oder Alleinerziehende ohne Schul- 
und Berufsausbildung seinen Körper verkaufen zu müssen, um seine Familie zu versorgen. Vor allem ihre Kinder 
möchten sie vor diesem Umfeld schützen und ihnen nach Möglichkeit eine Schulausbildung ermöglichen, damit
 
diese nicht auf die gleiche Bahn geraten. Hier setzt die Arbeit der Organisation an: die Frauen erhalten einen 
Kleinkredit, um sich mit einem kleinen Laden selbständig zu machen und der menschenverachtenden Prostitution 
zu entfliehen. "Denen macht keiner etwas vor", so der Projektleiter Hariharan, "auch wenn sie selbst nicht zur 
Schule gegangen sind, so wissen sie doch, dass es nichts Wichtigeres als eine Schul- und Berufsausbildung für 
die Zukunft ihrer Kinder gibt."

 

Um die wertvolle Arbeit im Kampf gegen die Verbreitung von Aids zu unterstützen, finanzierte das Indien-Hilfswerk den Kauf und den Ausbau eines Bürogebäudes im Touristenort Mahabalipuram. Von hier aus werden die Zielgruppen mit Faltblättern und Präsentationen zur Aufklärung der Killerkrankheit versorgt. Außerdem wurden Tagungs- und Übernachtungsräume geschaffen, die den Frauen und ihren Kindern zur Durchführung von Versammlungen und Freizeitmaßnahmen dienen.  
   

Oberstes Ziel ist es, diesen Menschen ihre Stigmatisierung zu nehmen, um sie aus ihrer gesellschaftlichen Randstellung herauszuholen. "Wenn wir den Kindern ihre Lebensfreude zurückgeben, so stärken wir hiermit auch deren Mütter", so die Organisation ICWO.

Dass durch die Vermietung der ausgebauten Tagungsräume an Privatfirmen auch ein kleines Einkommen erzielt wird, ist ein positiver Nebeneffekt, der davon zeugt, dass ICWO so gut es geht "auf eigenen Beinen" stehen möchte.