30 jaehriges jubilaeum im lhc chennai 2007
Mit der Erfahrung, dass ihr Engagement und ihre finanzielle Unterstützung für soziale Hilfsprojekte in 
Indien dort tatsächlich das Leben vieler Menschen ein Stück lebenswerter macht, kehrte im September 
2007 eine Delegation Heinsberger Bürger um das Indien-Hilfswerk und AWO International aus dem 
Bundesstaat Tamil Nadu zurück.
 
So freuten sich Heribert Kamps, seinerzeit Vorsitzender des Indien-Hilfswerks, und seine damalige 
Stellvertreterin Agnes Frenken über die Fortschritte im „Life Help Centre" (LHC) für Behinderte in 
Chennai, das vor 30 Jahren nach dem Vorbild der Lebenshilfe Heinsberg gegründet wurde und somit 
jetzt Jubiläum feiern konnte. „Das Life Help Centre trägt sich mittlerweile zu großen Teilen selbst über 
eine Wäscherei, eine Wasserabfüllanlage und eine Druckerei", zeigte sich auch Dieter Meurer, 
Vorstandsmitglied von AWO International, beeindruckt. AWO International arbeitet als Geldgeber eng 
mit dem Heinsberger Indien-Hilfswerk zusammen und unterstützt das Life Help Centre in Chennai seit 
1979. Edgar Johnen, Geschäftsführer der Lebenshilfe im Kreis Heinsberg, entdeckte gar die vor Jahren 
ausrangierten und nach Indien gespendeten Heidelberger Druckmaschinen wieder, die im Life Help 
Centre immer noch ihren Dienst tun.

 

     
                     
                                       
                                                              

 

„Schon mit einer geringen handwerklichen Ausbildung sind die behinderten Kinder aus dem Life Help Centre später in der Lage, in ihre Dörfer zurückzugehen und sich dort selbstständig zu ernähren", berichtet die SPD-Landtagsabgeordnete Ulla Meurer. Sie durfte im neu gebauten „Children Village" im Tsunami-Wiederaufbaugebiet in der Nähe von Cuddalore zusammen mit Heribert Kamps eine integrative Schule eröffnen, während Eine-Welt-Sprecherin Renate Hendricks von der SPD-Landtagsfraktion diese Aufgabe bei der Einweihung der Unterkünfte für Waisen und Behinderte im Kinderdorf übernahm. Ulla Meurer konnte sich auch mit eigenen Augen davon überzeugen, dass ihre Spende in Höhe von über 4000 Euro, um die sie anstelle von Geschenken zum 50. Geburtstag gebeten hatte, in der Aids-Prävention, in Medizin-, Witwen- und Waisen-Projekten des LHC gut angelegt ist. Die Heinsberger, zu denen auch Volkmar Gillessen, Konrektor der Rurtalschule aus Oberbruch, gehörte, hatten Gelegenheit, die 26 indischen Patenkinder zu treffen, die von einer Wassenberger Initiative unterstützt werden. „Die Kinder tragen feste Schuhe, das ist in Indien nicht selbstverständlich; sie sind gut angezogen und wohlernährt. Und sie erhalten eine Schulausbildung", erzählt Ulla Meurer. „Gerade die Mädchen haben erkannt, welchen Wert eine vernünftige Ausbildung für sie hat und wie entscheidend diese ihr zukünftiges Leben bestimmen wird."

Während für die Jüngsten bereits verschiedene Projekte vom Indien-Hilfswerk und von AWO International erfolgreich auf den Weg gebracht wurden, gilt es nun, auch für die Alten verstärkt zu sorgen. Denn aufgrund der Landflucht der jungen Leute, die in den Städten Arbeit suchen, bleiben die Alten oft alleine in den Dörfern zurück. Deshalb sammeln Heribert Kamps und Agnes Frenken zurzeit Gelder für ein Altenprojekt in Indien, mit dem  die Pflege und medizinische Versorgung alter Menschen initiiert werden kann.

 

Eindrücke aus dem Life Help Centre