ein besuch im navjeevan hospital 2007
Wenn einer eine Reise tut, so kann er viel erzählen: so auch Agnes Frenken und Heribert Kamps, 
Vorstandsmitglieder des Indien-Hilfswerks in Heinsberg-Horst, die im September 2007 u.a. das 
Navjeevan Hospital nahe Darjeeling im Norden Indiens besucht haben.
 
Das Krankenhaus unter Leitung der Schwestern vom Hl. Kreuz liegt inmitten von Teeplantagen und 
kommt daher besonders den Teepflückern und Tagelöhnern der Region zugute, die ansonsten kaum 
Zugang zu gesundheitlicher Versorgung haben.
Die Leiterin des 100-Betten Krankenhauses, die
Ordensschwester und Chirurgin Dr. Regina, hat jedoch schnell erkannt, dass es in der Gegend nicht 
nur an medizinischer Hilfe mangelt: „Die Menschen hier können kaum selbst für ihre Familien 
aufkommen, da sie außerhalb der Teeernte arbeitslos sind und dann als schlecht bezahlte 
Tagelöhner für ihren Lebensunterhalt sorgen müssen." Daher hat sie aus der Not eine Tugend 
gemacht, und setzt sich im Krankenhaus für die Berufsausbildung von Krankenschwestern und 
Laborfachkräften ein. 

 

In einer vom Indien-Hilfswerk finanzierten 
Backstube trägt das Krankenhaus zur 
Eigenvorsorgung bei, bietet 3 Frauen eine 
Arbeitsstelle und verkauft Brot zum 
Selbstkostenpreis an Witwen, die dieses 
wiederum in den umliegenden Dörfern 
verkaufen und hiermit ihre Familien 
ernähren können.
 
 

 

Die 40 auszubildenden Schwestern-
schülerinnen und 20 Laborkräfte sind 
zumeist Kastenlose, Dalits genannt, 
die normalerweise am äußersten Rand der 
großen indischen Gesellschaft leben und 
kaum Rechte und Chancen haben. Während 
ihrer Ausbildung im Krankenhaus erfahren 
sie erstmalig Anerkennung und gewinnen an 
Selbstachtung. 
Schwester Regina ist glücklich darüber, 
dass alle bisher 100 Ausgebildeten eine 
Anstellung im Gesundheitsbereich gefunden 
haben, was eine enorme Aufwertung für 
deren Familien bedeutet.

 

   
 

„Das „Navjeevan Hospital" trägt seinen Namen zu Recht", so Heribert Kamps, „denn Navjeevan heisst : „Neues Leben." Und das beginnt für viele Benachteiligte in diesem Krankenhaus."