workshop 2003

Erfolgreicher Workshop im Life Help Centre mit deutschen und indischen Fachkräften 

Lernen auf Augenhöhe ...

...das war das Ziel der sechs Workshopteilnehmer, die sich im Oktober 2003 Richtung Madras, das heutige 
Chennai, auf den Weg machten. Die Physiotherapeuten, Logopäden und Sonderpädagogen, die sich dank 
Unterstützung der Lebenshilfe und der Rurtalschule bereit erklärt hatten, im Life Help Centre in Madras 
einen 14-tägigen Workshop mit dem dortigen Fachpersonal durchzuführen, kehrten begeistert von der 
indischen Gastfreundschaft und der dort erlebten Offenheit nach Heinsberg zurück. Anhand einer 
Fotopräsentation erläuterten die Teilnehmer ihre in Indien durchgeführte Arbeit und man merkte ihnen 
förmlich an, mit welchem Enthusiasmus deutsche und indische Fachkräfte hier zusammengearbeitet haben. 
Bereits im Vorfeld wurde aus Deutschland Fachmaterial für die Behindertenarbeit nach Indien versandt, 
welches dort den Lehrern und Therapeuten erläutert und in Unterricht und Therapien eingesetzt werden 
konnte. So machte das Lernen allen Beteiligten einen Riesenspaß und das aus "Germany" eingeflogene 
Material ist in beste Hände geraten.

 

           

                     
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit diesem Projekt unterstützte das
Indien-Hilfswerk erstmals auch die inhaltliche Arbeit der 
Behinderteneinrichtung, eine Maßnahme - darin waren sich indische und deutsche Teilnehmer einig 
- die zweifelsohne in einem weiteren Workshop vertieft werden sollte.

 

   
 
Wenn schließlich die 11-jährige schwer körperbehinderte Reveti 
beim Abschied den Wunsch äußert "I also want physiotherapy" 
("Ich möchte auch Physiotherapie"), damit sie sich besser 
fortbewegen kann, so möchte unser Verein diesem Wunsch auch 
nachkommen. Hierzu bedarf es allerdings noch der Anschaffung 
von weiterem therapeutischen Material. Falls Sie bereit sind, 
Material für den therapeutischen oder schulischen Bereich mit 
zu finanzieren, so können Sie das gerne unter dem Stichwort: 
WORKSHOP tun.
 

 

 Mariska Burger und Godelieve Aben-Verheggen bei der Frühförderung  
     
   
   

 

Erfahrungsbericht eines Workshop-Teilnehmers
Bei den Vorbereitungen zu unserem Workshop – Projekt war ich derjenige, der den Part des Skeptikers übernahm, der die drängenden Ideen unseres Vorsitzenden immer 
wieder kritisch hinterfragte, der lange Zeit selber seine Teilnahme an diesem geplanten Workshop in Frage stellte. Meine skeptische Haltung resultierte aus den Eindrücken, 
die ich von meinem (vor-) letzten Besuch vor ca. 20 Jahren in Indien mitbrachte und wurde weiterhin genährt von kritischen Eindrücken, die sowohl deutsche, wie indische 
Besucher aus dem Life Help Centre mitbrachten.
Ich war weder überzeugt von der Bereitschaft des Personals, sich mit Offenheit und ehrlicher fachlicher Neugier in die Thematik des Workshops einzubringen, noch von 
der Absicht des Herrn Kannan auch eine Reihe von Menschen mit Schwerst- und Mehrfach-Behinderungen in sein Centre aufzunehmen und in Schule und Training zu 
integrieren.
Ich freue mich zu das Gegenteil berichten zu dürfen :
Es handelt sich beim Life Help Centre um eine Einrichtung bei der ich Menschen mit schweren körperlichen Behinderungen und Menschen mit geistiger und mehrfacher 
Behinderung antreffen konnte, mit zum Teil massiven Verhaltensauffälligkeiten.
Mit dem Personal des Centres habe ich, und ich denke an dieser Stelle kann ich für uns alle sprechen, Begegnungen auf einer Ebene der menschlichen Offenheit und 
Partnerschaftlichkeit erfahren dürfen, die mich davon überzeugt haben, dass unser Workshop, so kurz er auch war, einen bedeutenden Beitrag zur fachlichen Ausrichtung 
der täglichen Arbeit im Life Help Centre gegeben hat.
Immerhin hat mich diese Reise gelehrt mit einer Menge von Vorurteilen zu brechen.
Das Life Help Centre ist eine, nicht nur in Indien absolut bekannte und anerkannte Einrichtung, die eine fachlich solide Rehabilitationsarbeit leistet, die viele Fachkräfte 
beschäftigt, welche mit ihrem Herzen bei der Arbeit sind. Und für genau dieses Life Help Centre in Madras lohnt es sich weiterhin noch mehr Anstrengungen auf sich zu 
nehmen um unsere finanziellen und ideellen Hilfen auszuweiten.
 
Wolfgang Voßen